Kaufen und Verkaufen
Goldvreneli kaufen und verkaufen: Preis, Ankauf, worauf achten
Ein Goldvreneli kaufen oder verkaufen: Der Preis richtet sich nach dem Goldpreis, einem Aufgeld und bei seltenen Jahrgängen nach Seltenheit und Erhaltung. Hier steht, wie sich der Preis zusammensetzt, wo gehandelt wird und worauf Sie achten sollten – auch bei geerbten Münzen.
Was kostet ein Vreneli?
Der Preis eines gewöhnlichen Vreneli setzt sich aus dem Goldwert (5,806 g Feingold, siehe Rechner) und einem Aufgeld zusammen. Das Aufgeld deckt Prägung, Handel und die Beliebtheit der Münze. Beim Verkauf zahlt der Händler meist etwas weniger als den Verkaufspreis – die Differenz heisst Spread.
Wo kaufen?
- Edelmetallhändler und Banken: faire, transparente Preise für gewöhnliche Jahrgänge; meist «gemischte Jahrgänge» ohne Wahl.
- Münzhandlungen und Auktionshäuser: für bestimmte Jahrgänge, seltene Stücke und gute Erhaltungen.
- Privat und online: nur mit grosser Vorsicht – hier ist das Risiko von Fälschungen hoch.
Worauf achten?
- Händler mit Adresse, Rechnung und klarem Rückgaberecht wählen.
- Preise mehrerer Anbieter vergleichen, inklusive Versand und Versicherung.
- Für seltene Jahrgänge nach einer Echtheitsgarantie fragen.
- Ab bestimmten Beträgen müssen Händler Ihre Identität feststellen (Geldwäschereivorschriften). Das ist ein gutes Zeichen, kein Misstrauen.
- Vrenelis gelten in der Regel als Anlagegold und sind dann von der Mehrwertsteuer befreit – fragen Sie beim Händler nach.
Vrenelis geerbt?
Sortieren Sie die Münzen zuerst nach Nominal und Jahreszahl. Achten Sie besonders auf diese Stücke: 20 Fr. 1903–1906, 1926 und 1935 ohne «L»; 10 Fr. 1911; 100 Fr. 1925; Helvetia 1887 und 1888 sowie jedes Stück mit kleinem Kreuz im Schweizerkreuz (Gondo). Solche Münzen nicht zum Goldpreis verkaufen, sondern von einem Münzhändler oder Auktionshaus schätzen lassen.
Steuern: In der Schweiz gehören Vrenelis zum steuerbaren Vermögen. Fragen Sie im Zweifel Ihre Steuerverwaltung oder eine Fachperson.
Was zahlt ein Händler beim Ankauf?
Beim Ankauf liegt der Preis meist leicht unter dem Metallwert; verkauft wird mit Aufgeld. Händlerpreise, die in Katalogen und Preislisten stehen, sind Verkaufspreise – Ankaufspreise liegen tiefer. Den reinen Metallwert Ihrer Münzen können Sie vorher mit dem Goldwert-Rechner ausrechnen, Richtwerte seltener Stücke finden Sie unter Wert. Bei einer Erbschaft gilt: Nichts reinigen und seltene Jahrgänge nicht zum Goldpreis verkaufen.
Wie Sie Ihre Münzen aufbewahren, steht im Wissens-Kapitel Richtig aufbewahren.
Häufige Fragen
Was soll ich mit geerbten Vrenelis tun?
Nichts reinigen und nichts überstürzt verkaufen. Sortieren Sie die Münzen nach Nominal und Jahreszahl und achten Sie besonders auf 1903 bis 1906, 1926, 1935 ohne «L», den 10er von 1911, den 100er von 1925, den Helvetia-Kopf 1887 und 1888 sowie jedes Stück mit kleinem Kreuz im Schweizerkreuz (Gondo). Solche Stücke von einem Münzhändler oder Auktionshaus schätzen lassen.
Was ist ein Vreneli wert?
Gewöhnliche Jahrgänge werden etwa zum Goldwert plus einem kleinen Aufgeld gehandelt; der Wert folgt also dem Goldpreis. Seltene Jahrgänge und gut erhaltene Stücke erzielen deutlich mehr. Aktuelle Richtwerte mit Datum finden Sie in der Rangliste. Diese Angaben sind keine Anlageberatung.
Ist das Vreneli noch ein gesetzliches Zahlungsmittel?
Mit der Abwertung des Frankens im September 1936 verloren die Goldmünzen faktisch ihren Kurswert; der Goldwert lag nun über dem Nennwert. Laut Swissmint wurden sie nie offiziell ausser Kurs gesetzt; mit dem Beschluss des Eidgenössischen Finanz- und Zolldepartements vom 29. Juli 1944 wurde ihnen die Funktion als Zahlungsmittel definitiv abgesprochen. Im Alltag bezahlt niemand damit – gehandelt werden Vrenelis nach Gold- und Sammlerwert.
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Stand: 2026-10-19 · Texte © Vrenelifibel · Quellen im Quellenverzeichnis.